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Auch wir waren schon dabei. Fridays For Future.

Vielleicht die größte Schülerbewegung, die es jemals in Deutschland gab und geben wird. Über 10.000 Schüler Demonstrieren jeden Freitag für eine bessere Klimapolitik und das natürlich in der Schulzeit sonst würde es keine Aufmerksamkeit bekommen, wenn so ein paar Kinder auf die Straße gehen und für eine schnelle Änderung der Klimaziele in Deutschland kämpfen.

Dass in der Schulzeit gestreikt werden muss, trifft auf Kritik, aber auch auf Verständnis und Unterstützung.

Beim Ordnungsamt trifft es wohl eher auf Unverständnis. Diese haben jetzt nämlich die ersten Bußgeldbescheide an Eltern verschickt, dessen Kinder bei besagten Demos waren und deshalb an diesem Tag nicht den Unterricht, in der Schule, besucht haben, schrieb die Tagesschau am 18.07.2019 (https://www.tagesschau.de/inland/fridays-for-future-157.html).

Es um das Ordnungsamt Mannheim und Sophie-Scholl-Gymnasium. Dort haben 6 Teilnehmer der Demo einen Bescheid von 88,50 € bekommen, den sie zahlen sollen.

Die Bewegung Firdays For Future konnte diese Entscheidung "nicht nachvollziehen". Sie erklären die Behörden versuchten "legitimen Aktionismus mittels Bußgeldbescheiden zu unterbinden", erklärte ein Sprecher der Mannheimer Ortsgruppe. Weiter sagte er: Diese hätten "anscheinend" nicht verstanden, "dass die Klimafrage immer mehr zur Existenzfrage der jüngeren Generationen wird".

Die Bewegung rief auf, dass sich weitere Betroffene unbedingt melden sollen. Sie versprachen Hilfe- und ein Rechtshilfskonto. Jegliche Fälle sollten öffentlich gemacht werden. "Wir stehen hinter der allgemeinen Schulpflicht, die wir als Privileg betrachten - aufgrund der Klimakrise sehen wir uns allerdings dazu genötigt, zivilen Ungehorsam auszuüben", erklärte die Klimaschutzbewegung.

"Wir wissen vielleicht nicht, was die Welt kostet, aber nun kennen wir den Preis dafür, sich für eine bessere Welt einzusetzen: 88,50 Euro, zahlbar beim Regierungspräsidiums Karlsruhe", kritisierte Gökay Akbulut, ein Bundestagsabgeordneter der Linkspartei. Somit ist die Politik mit dem Vorgehen des Ordnungsamtes nicht wirklich einverstanden? Vielleicht sollten man sich nächste Mal vorher einigen, ob man der Gleichung Meinung ist und solch ein Vorgehen unterstützt werden sollte.. Sind diese Geldstrafe nicht eher Ansporn für die jungen Demostandraten?

Dadurch fühlen sie sich doch nur noch mehr bestätigt, dass sie erhört werden und ein wichtiges Thema ansprechen, das die Behörden und Politik aber eher vernachlässigen und verschleiern wollen. Also gehen sie weiterhin auf die Straße, um auf sich aufmerksam zu machen und zu zeigen, was da eigentlich passiert.

Doch das die Behörden einsehen, dass das mit den Bußgeldern eine schlechte Idee war, damit rechnet der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) nicht. Eher rechnet er damit, dass es nach den Sommerferien noch härtere Konsequenzen für Schüler geben wird die den Unterricht "Schwänzen", um für das Klima einzustehen. Es wird damit argumentiert, dass die Proteste ihr Ziel erreicht hätten und der Klimaschutz nun ein zentrales Thema der Politik sei. Somit würde es nun nichts mehr bringen weiter zu demonstrieren und "noch weiter der Schule fernzubleiben" sagte er der Wochenzeitung "Zeit". Teilnehmer müssten die Konsequenzen tragen. Auch die Verhängung von Bußgeldern schloss der CDU-Politiker als letztes Mittel nicht mehr aus. "Wenn sich ein harter Kern bildet, der freitags gar nicht mehr erscheint, müssen wir zu entsprechenden Mitteln greifen", wurde Lorz zitiert.

Doch selbst plane er allerdings nach eigenen Angaben keine härteren Maßnahmen. Der Umgang mit unentschuldigten Fehlzeiten wegen der Teilnahme an den Demonstrationen bleibt weiter den Schulen überlassen, sagte ein Sprecher auf Anfrage dem evangelischen Pressedienst.

Wir als Schülervertretung stehen dort ganz aufseiten von Fridays For Future und helfen euch, wenn ihr auch Bußgeldbescheide erhaltet (was sehr unwahrscheinlich sein wird, da wir die volle Unterstützung haben). Die Demos haben noch nicht genug erreicht und müssen auch nach den Sommerferien weitergeführt werden. Weiterhin unterstützen wir es, wenn Schüler und Schülerinnen an den Streiks teilnehmen wollen und helfen ihnen dort wo wir können, damit diese Zeit nicht als unentschuldigt auf dem Zeugnis stehen wird.

Zudem hoffen wir weiterhin auf die Unterstützung der Lehrer und Eltern.

                                                                                Marvin Rathmann - 29.07.2019


Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/fridays-for-future-157.html

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